Hallo, liebe Freunde der Fahrzeug führenden Unvernunft!

Ihr kennt bestimmt das Gefühl von Gänsehaut, steigender Herzfrequenz und feuchten Händen, wenn nach einer langen Winterpause die unterschiedlichsten Rennserien, wie Formel, GT, Rallye und Pro Car ihre Boliden auf die Rennstrecken jagen.

Auch wir als x3medics können uns gegen diese „Naturgewalten“, der Benzinkrankheit, nicht wehren und genießen den Sound der Motoren, das hektische Schrauben an den Fahrzeugen und die blank liegenden Nerven bei Verantwortlichen und Fahrern im Fahrerlager.

Cool ist, dass trotz aller Anstrengungen am Ende in den meisten Fällen alles gut geht und wir auf ein absolut geniales Rennwochenende zurück blicken können.

Entgegen den Racern auf der Rennstrecke, die ihre Energie in schnelle Rundenzeiten umwandeln, lenken wir unsere Endorphine in das Trainieren von Handlungsabläufen zur Personenrettung und sind erst dann zufrieden, wenn wir die Aktiven in Bestzeit und schonend aus ihrem Fahrzeug befreit haben.

Die bauartbedingten und sicherheitsrelevanten Veränderungen der Fahrzeuge bilden eine Barriere, die es von uns in kürzester Zeit zu überwinden gilt.

Das diese Aufgabe nur in einem eingespielten und trainierten Team zu bewältigen ist, versteht sich von selbst und darf erwartet werden. Unser Extrication Team besteht aus diesem Grund aus Fach- und Oberärzten für Anästhesie und Chirurgie mit den Zusatzqualifikationen „Fachkundenachweis Notfallmedizin“ und „Leitender Notarzt“. Weiterhin gehören Lehrrettungs- und Rettungsassistenten mit der Erfahrung aus mindestens 15.000 Notfalleinsätzen dazu.

Im März fanden in der Magdeburger Börde in der Motorsport Arena Oschersleben erstmals die Extrication Days in Deutschland statt. Unter der Leitung des leitenden DMSB Arztes Dr. Michael Scholz und dem Special Delegate des Präsidenten der FIA Medical Commission Dr. Jean- Jacques Issermann wurden wir als eines von vier Extrication Teams in Deutschland erfolgreich zertifiziert.

Im Rückblick auf die letzten zwei Jahre und nach Aufarbeitung der Unfalldaten kristallisierte sich insbesondere eine Häufung von Verletzungen der Wirbelsäule (vordergründig Brust- und Lendenwirbelbrüche) heraus, welche bei inadäquater Primärversorgung- und dazu zählt initial ganz entscheidend die Stabilisierung der Wirbelsäule bei der Evakuierung des Fahrers aus dem Fahrzeug- fatale Folgen haben können.

Es ist uns wichtig zu verdeutlichen, dass die Aufwendungen, welche der Veranstalter in diese kontinuierlich trainierten, motivierten und hoch qualifizierten Teams investiert, unserer Hauptzielgruppe, nämlich den Pilotinnen und Piloten, ganz entscheidende Vorteile bieten:

 

  • Professionelle Stabilisierung der Hals- und Brustwirbelsäule während der Rettung.

 

  • Garantierter Einsatz des vorgeschriebenen Materials (u.a. FIA- Kit/ modifiziertes KED- System/ Spinboard)

 

  • Einsatzerfahrenes fachärztliches Personal der Anästhesie und Chirurgie.

 

  • Hauptberufliche Lehr- und Rettungsassistenten mit langjähriger Berufserfahrung.

 

Die Chance im Notfall zu überleben bzw. das Ausschalten vermeidbarer Folgeschäden ist kein Zufall,

sondern das Ergebnis wissenschaftlicher Studien und der darauf basierenden und standardisierten Handlungsabläufe für die Patientenversorgung und einer reibungslosen Notfallorganisation, auch Rettungskette genannt.

 

Jede Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied!

Also, wenn ihr nicht nur schnell, sondern auch sicher über die Piste fliegen wollt, denkt auch an den Fall der Fälle und überlasst eure Gesundheit nicht irgendwem, sondern einem DMSB/ FIA zertifiziertem Extrication Team.

Ist denn überhaupt eines geplant?

Die Frage lohnt sich, denn wir wollen mit euch auf der Rennstrecke den Himmel auf Erden erleben und nicht anders herum!

Seit 2008 stellen wir das Extrication Team im Rahmen der ADAC GT Masters am Eurospeedway Lausitz und dem Sachsenring.

Bis dahin bleibt gesund, Euer x3medics Team.